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Texterstellung mit Hilfe einer KI

  • Christiane
  • 19. Oktober 2023 um 04:53
  • Erik
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    • 16. November 2025 um 12:29
    • #41

    Ich diskutiere gerne mit dir, unabhängig davon, ob wir einer Meinung sind oder nicht :)

    Ich denke auch, dass unsere Standpunkte nicht weit voneinander entfernt sind.

    Für mich ist es eine Frage der Ehre, dass ich meine Artikel selbst schreibe. Genauso wie ich bei einem Marathon die Strecke nicht abkürzen oder bei einem Brettspiel mogeln würde.

    Es stimmt natürlich, dass jeder machen darf, was er will. Aber wer seine Artikel von der KI schreiben lässt, beim Marathon abkürzt oder beim Spielen mogelt, muss halt damit rechnen, dass er von anderen nicht für voll genommen wird.

  • sandhoferlitter
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    • 16. November 2025 um 14:29
    • #42

    Ich für meinen Teil frage mich dann allerdings: Wozu habe ich ein(en?) Blog, wenn ich meine Beiträge schreiben lasse? (Bilder sind noch eine andere Geschichte; ich bin wortlastig unterwegs.) Einzige Antwort, die mir einfällt: Um Geld zu verdienen und deshalb Einträge raus müssen, um den (das?) Blog relevant zu halten. Das ist aber nicht mein Fall, ich bin reiner Amateur.

    Und nein: Wir kennen auch keine Gastbeiträge bei uns, auch nicht von Intelligenzen mit Blutgefäßen. Oder Blutgefäßen ohne Intelligenz ...

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  • HannaSophie
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    • 16. November 2025 um 15:13
    • #43
    Zitat von sandhoferlitter

    Ich für meinen Teil frage mich dann allerdings: Wozu habe ich ein(en?) Blog, wenn ich meine Beiträge schreiben lasse? (Bilder sind noch eine andere Geschichte; ich bin wortlastig unterwegs.) Einzige Antwort, die mir einfällt: Um Geld zu verdienen und deshalb Einträge raus müssen, um den (das?) Blog relevant zu halten. Das ist aber nicht mein Fall, ich bin reiner Amateur.

    Und nein: Wir kennen auch keine Gastbeiträge bei uns, auch nicht von Intelligenzen mit Blutgefäßen. Oder Blutgefäßen ohne Intelligenz ...

    Ganz deiner Meinung! Wozu hat man einen Blog, wenn man sich die Texte per KI erstellen lässt?

    Kleine Hilfen / Strukturvorschläge finde ich allerdings in Ordnung. Das kann einem manchmal viel Zeit sparen

  • Sayuchan
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    • 16. November 2025 um 16:32
    • #44
    Zitat von INA FINEART

    Mein Selbsttest hat ergeben, dass diese KI-Check-Tools oft gründlich daneben liegen (können) ^^.

    Ich habe spaßeshalber mal einige meiner alten Blogtexte aus dem Jahr 2010 durch solche Checktools gejagt: 99% KI 8o ... so, so ... geschrieben von mir im Jahr 2010 :D

    Das gleiche bezüglich meiner Photoshop-Composings aus dem Jahr 2009: auch als KI "deklariert"

    Also sind diese KI-Check-Tools genauso fehleranfällig und kann man zur seriösen "Diagnose", ob Text oder Bild von KI generiert worden ist, auch nicht heranziehen :S

    Haha ich auch XD und meine alten Rezensionen erkennt es als KI und meine letzte mit KI-Hilfe erstellte wurde als Human erkannt XD

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  • Sayuchan
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    • 16. November 2025 um 16:44
    • #45
    Zitat von Erik
    Zitat von Herr Tommi

    Ich nutze diesen Faden hier mal, um meinen Frust von der Seele zu schreiben.

    Ich finde es sehr traurig, dass in Bloggershausen gerade wieder einmal KI-Dinge gebasht werden, so untereinander. Man muss KI-Texte nicht mögen, keine Frage. Aber besinnen wir uns doch mal auf "Jeder Blog kann machen, was er will". Nur hört diese geforderte Toleranz offensichtlich beim Einsatz von KI auf.

    Ja, man muss und sollte KI kritisch sehen. Aber lasst uns doch an Zeitungen und Medienhäusern abarbeiten, wo KI eingesetzt wird. Oder in vielen anderen Bereichen, wo man das mit einer gewissen Skepsis sehen sollte (Codes, Scripte, usw.).

    Aber doch nicht beim kleinen Blogger XY, einer/einem von uns, der seinen Blog als Hobby betreibt. Lasst ihn/sie doch probieren, experimentieren, sein Ding machen. Und wenn es mir nicht gefällt, dann lese ich es einfach nicht.

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    Und was spricht dann dagegen, einen mit KI geschriebenen Artikel zu kennzeichnen? Richtig: nichts.

    Warum macht das dann kaum jemand? Weil es den Leuten peinlich ist, zuzugeben, dass sie den Artikel nicht vollständig selbst geschrieben haben. Das kann ich wiederum gut verstehen. Mir wäre das als Blogger auch peinlich ;)

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    Dann müsste ich alles makieren, da ich eine starke Lese-Rechtschreib-Schwäche habe, müsste ich selbst hier den Text makieren. Warum? Weil ich seit bestimmt 15 Jahren alle Texte immer korrigieren lasse mit hilfe von Tools und diese Tools waren schon damals theoretisch Künstliche Inteligenzen. Auf meinen Blog habe ich das zb schon immer erwähnt. Wer sich da mit mir auseinander setzt, der weiß, dass ich tools nutze.
    Es ist halt ein unterschied, lass ich einen vollständigen Artikel schreiben? DAnn makieren. Schreibe ich vor und lasse mein geschriebenes Lektorieren und Korrigieren und in einen Roten Faden bringen (dank adhs springen meine gedanken beim schreiben sehr) dann find ich net, dass ich das makieren muss. Das macht ja auch jeder autor.

    u der frage wozu nen blog wenn man ki nutzt. Manchmal hat man ideen, aber bekommt den faden nicht ganz, tippt wild seinen text seine ideen und auch was man so denkt. viele meiner artikel sind in dieser rohfassung einfach nur als Entwuf liegengeblieben, die arbeit den artikel nen richtigen faden zu geben, die gedanken zu sortieren und all das, ja das ist für menschen mit Legasthenie, wozu eben die LRS gehärt, verdammt viel arbeit vor allem wenn noch adhs mit reinspielt und man eh nur kurze Konzentration hat XD KI hilft mir meine gedanken zu ordnen und zu einen text zu formen. damit ich wieder bloggen kann. Wenn ich heut meine beiträge von damals lese ooooh da mekrt man sofort, dass meiengedanken einfach hin und her springen xD das ist echt gruselig.

    PS: ich hab diesen text jetzt mal nicht korrigieren lassen, sondern so selassen wie ich ihn tippe.

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  • Herr Tommi
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    • 16. November 2025 um 21:36
    • #46
    Zitat von Sayuchan

    PS: ich hab diesen text jetzt mal nicht korrigieren lassen, sondern so selassen wie ich ihn tippe.

    Danke für Deine offenen Worte. Und vielleicht regt das mal zum Nachdenken an, warum einige (wenige) Blogger/innen KI einsetzen und nicht dafür pauschal in eine Ecke gedrängt werden wollen.

    Einmal editiert, zuletzt von Herr Tommi (16. November 2025 um 23:24)

  • minna
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    • 19. November 2025 um 17:59
    • #47
    Zitat von Herr Tommi
    Zitat von minna

    das mit Codes etc. mit Skepsis

    Wir haben auf der Arbeit ein paar ausprobiert, die waren nicht wirklich gut und ein Script für Exchange (von MS Copilot) sogar erfunden. Die Befehle gab es gar nicht. Ich meine dabei nicht HTML oder CSS-Code sondern Code für (kritische) Unternehmensanwendungen.

    Das sind natürlich anekdotische Erfahrungen. Ich denke da auch nicht an den kleinen Einsatz, sondern eher daran, dass Unternehmen überlegen, ihre Entwickler durch KIs zu ersetzen. Oder diese bereit einsetzende Unsitte, Hotlines per KI abwickeln zu lassen oder Terminvergaben bei Ärzten.

    Ahh, davon hat mir mein Mann auch schon öfters erzählt, dass es sich Codes ausdenkt. Ich arbeite in einer Rechtsabteilung und dort wurde auch schon festgestellt, dass es sich Urteile ausdenkt. Dadurch verlässt sich natürlich auch keiner richtig auf KI und es wird alles noch einmal nachgeprüft. Bis es das nicht mehr braucht, wird es wohl noch eine Weile dauern. Gibt es schon wirklich Ärzte, die die Terminvergabe per KI machen? Ich hatte davon gelesen, aber nicht, ob es wirklich schon umgesetzt wurde.

  • minna
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    • 19. November 2025 um 18:01
    • #48
    Zitat von Anjaliebt
    Zitat von Sari

    Für eine Rechtschreibkorrektur bin ich echt dankbar. Also für jede rote Linie, die beim Schreiben auftaucht. Meist übersehe ich doch viel, weil ich im Fluss gerne mal Wörter verdrehe und wenn sie dann richtig geschrieben sind dennoch, dann kommt ja keine rote Linie. Aber ich jage meine Texte eigentlich nie irgendwo durch *lach*. ich schreibe, wie ich rede und ja, manchmal ist das etwas holprig:D

    Leider ist meine Grammatik/Rechtschreibung für den Popo, weswegen ich nun auch DeepL nutze. :)
    Das erinnert mich an einer Situation von damals. Das ist wirklich schon sehr lange her. Da fragte mich jemand im Kommentar, ob ich Ausländerin sei. Meine Texte waren so voller Fehler. Dann fing ich an mit dem Duden Online zu arbeiten. Mich ließ der Kommentar nämlich nicht mehr los. xD Und siehe da, ich kann mich heute noch genauso daran erinnern wie damals.

    Zu der damaligen Zeit hat mich der Kommentar schon ziemlich mitgenommen.

    Bei mir hat in einem privaten Tagebuch (Livejournal) mal einfach jemand die Regeln zu das/dass verlinkt, ohne Kommentar. Das ist mir auch nachhaltig im Kopf geblieben, die Regeln dazu auch. ^^

  • ClaudiaBerlin
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    • 15. Dezember 2025 um 16:52
    • #49

    Es stimmt nicht, dass alles, was mit Hilfe von KI generiert ist, von Menschen oder Programmen als "von KI geschrieben" erkannt wird! Das ist vielfach wiederlegt, in BEIDE Richtungen!

    Wie oben schon angemerkt, kann man einer KI den eigenen (!) Stil beibringen, sowohl mit eigenen Beispieltexten als auch mit konkreten Vorgaben. Zudem ist es fast lustig, dass die KI-Check-Tools originär menschliche Texte ebenfalls oft als "Ki-generiert" erkennen. Was ja nicht wirklich wundert, denn wie waren denn denn VOR KI z.B. die Sachtexte zu allerlei gängigen Themen? Früher hab ich die alle selbst recherchiert, mir zu jedem Kapitelpunkt die Inhalte geordnet rauskopiert und am Ende einen "eigenen Text" geschrieben, SEO-optimiert, der keines der Vorbilder plagiiert und zudem inhaltlich ausführlicher ist. Dann noch Rechtschreibung gecheckt und fertig.

    Das klingt dann sehr perfekt - und für die Testprogramme ist Perfektion offenbar ein Kriterium für "KI-generiert", wenn Fehler drin sind, muss es ein Mensch geschrieben haben - nicht nett, was meint Ihr?

    Nicht vergessen: Ich spreche hier von Auftragstexten, nicht von eigenen Blogtexten. In letzteren nutze ich KI gelegentlich zur Recherche - oder ich befrage sie und zitiere sie dann ganz offiziell.

    Was das Coden angeht, hab ich kürzlich zum 1.Mal ein eigenes Plugin zur Erstellung einer Video-Auswahl (Analog zu meiner Blogbibliothek) erstellt - alleine konnte ich sowas noch nie. Die Erfahrung war super, ich hab darüber berichtet:

    Bin schwer begeistert: erstes Wordpress-Plugin mit Perplexity / Claude Sonnet erstellt! › Digital Diary
    Noch nie hab' ich auch nur daran gedacht, ein Wordpress-Plugin zu programmieren, dazu reichen meine rudimentären Kenntnisse bei weitem nicht aus. Um aber die…
    www.claudia-klinger.de

    Digital Diary - Vom Sinn des Lebens zum Buchstabenglück (seit 1999).

    Einmal editiert, zuletzt von ClaudiaBerlin (15. Dezember 2025 um 16:59)

  • Lars
    Gast
    • 15. Dezember 2025 um 20:43
    • #50

    Ich zitiere mal einen recht treffenden Artikel:

    "Die eigentliche Frechheit ist doch, dass ich Zeit zum Lesen aufwenden soll, wo der Verfasser keine Zeit zum Schreiben investiert hat."

  • Sayuchan
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    • 22. Dezember 2025 um 00:57
    • #51
    Zitat von ClaudiaBerlin

    Das klingt dann sehr perfekt - und für die Testprogramme ist Perfektion offenbar ein Kriterium für "KI-generiert", wenn Fehler drin sind, muss es ein Mensch geschrieben haben - nicht nett, was meint Ihr?

    das ist sehr passend, wobei mien text als ki erkannt war nur so vor fehlern war xD kp war das tool da gesehen hat.

    Zitat von Lars

    Ich zitiere mal einen recht treffenden Artikel:

    "Die eigentliche Frechheit ist doch, dass ich Zeit zum Lesen aufwenden soll, wo der Verfasser keine Zeit zum Schreiben investiert hat."

    Das find ich sehr schade. Vielleicht ist der Text vorgeschrieben und dann korrigiert worden, weil man Legasthenie hat und hat vorher nicht gewusst, dass es da dinge gibt die auffallen (nein ich sprech net von mir xD das ist nur so als beispiel)
    Wenn mich das theme interessiert, ist doch egal wie der weg dahin ist, früher hat man in der Bib durch 100 Büchern und abschnitten sich die texte zusammen gestellt, heute holt die ki dir die bücher mit textstellen, dann erstellt man daraus seinen text .

    Aber ich denke wenn wir hier in 3 Jahren noch schreiben wird keiner mehr ohne ki arbeiten XD

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  • Lars
    Gast
    • 22. Dezember 2025 um 18:38
    • #52
    Zitat von Sayuchan

    Das find ich sehr schade. Vielleicht ist der Text vorgeschrieben und dann korrigiert worden, weil man Legasthenie hat und hat vorher nicht gewusst, dass es da dinge gibt die auffallen (nein ich sprech net von mir xD das ist nur so als beispiel)

    Hm, ich weiß nicht. Was ich persönlich komisch finde, ist, dass wir bei Texten immer Ausnahmen machen. Wenn jemand per KI ein Bild generieren lässt, würden wir doch auch nicht sagen "Oh, was für ein schönes Bild hast Du gemalt!", oder?

    Oder wenn Dich jemand zum Essen einlädt, aber statt selber zu kochen was bei Mäckes bestellt hat. Klar, kann mal machen und ist bestimmt mal toll. Aber wir würden ja nie sagen: "Toll, wie Du gekocht hast!"

    Sobald es aber um Texte geht, ist das plötzlich alles in Ordnung. Find ich komisch.

  • Lorenzo
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    • 22. Dezember 2025 um 19:29
    • #53

    Ich bin bei Sayuchan. Was ist schon dabei, wenn man sich beim Schreiben von der KI helfen lässt? Es gibt schließlich nicht nur Schwarz und Weiß.

    Grüße,

    Lorenzo

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  • sandhoferlitter
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    • 22. Dezember 2025 um 20:07
    • #54
    Zitat von Lorenzo

    Was ist schon dabei, wenn man sich beim Schreiben von der KI helfen lässt?

    Hm ... Blogs sind für mich immer noch etwas, das primär mit Schreiben zu tun hat - ein Internettagebuch, wie man das früher definierte. Also in vieler Hinsicht auch etwas sehr Persönliches, denn man gibt in der einen oder andern Art ja seine eigene Einstellung zu Dingen kund. Eigene Einstellung heisst für mich auch: eigener Stil. Das nun mit LLM glatt zu hobeln, halte ich für einen Fehler. (Rechtschreibefehler korrigieren, ist was anderes, das macht jede Textverarbeitung seit langem.)

    Anders ist es z.B., wenn Fotos im Zentrum stehen. Da mögen kurze Beschreibungen meinethalben mit LLM frisiert werden.

    Für mich selber ist das Schöne am Blog ja das Schreiben. Wenn ich nicht gern schriebe, hätte ich keinen Blog. Sondern einen Instagramm-Account - oder was immer ...

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  • Anjaliebt
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    • 22. Dezember 2025 um 20:41
    • #55
    Zitat von sandhoferlitter
    Zitat von Lorenzo

    Was ist schon dabei, wenn man sich beim Schreiben von der KI helfen lässt?

    Hm ... Blogs sind für mich immer noch etwas, das primär mit Schreiben zu tun hat - ein Internettagebuch, wie man das früher definierte. Also in vieler Hinsicht auch etwas sehr Persönliches, denn man gibt in der einen oder andern Art ja seine eigene Einstellung zu Dingen kund. Eigene Einstellung heisst für mich auch: eigener Stil. Das nun mit LLM glatt zu hobeln, halte ich für einen Fehler. (Rechtschreibefehler korrigieren, ist was anderes, das macht jede Textverarbeitung seit langem.)

    Anders ist es z.B., wenn Fotos im Zentrum stehen. Da mögen kurze Beschreibungen meinethalben mit LLM frisiert werden.

    Für mich selber ist das Schöne am Blog ja das Schreiben. Wenn ich nicht gern schriebe, hätte ich keinen Blog. Sondern einen Instagramm-Account - oder was immer ...

    Vielleicht meint Lorenzo es aber auch ganz anders?


    Ich nutze auch die KI, aber anders. Ich lasse meine Rechtschreibfehler von der KI korrigieren.

    Ich lasse aber keine Texte generieren.

  • Lorenzo
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    • 22. Dezember 2025 um 21:45
    • #56

    Ich glaube, wir reden hier oft über unterschiedliche Dinge, meinen aber alle „KI beim Schreiben“.

    Für mich gibt es da viele Graustufen. Zwischen „Ich lasse mir einen kompletten Text generieren und stelle ihn ungeprüft online“ und „Ich schreibe alles komplett allein, inklusive jeder holprigen Formulierung“ liegt ziemlich viel.

    KI kann beispielsweise helfen, Gedanken zu strukturieren, Worte zu finden, Texte zu kürzen oder zu glätten, ohne dass die eigene Haltung oder Meinung automatisch verschwindet. Die Gedanken, die Haltung und die Entscheidung, was gesagt wird, bleiben ja trotzdem meine.

    Der Vergleich mit einem gemalten Bild oder selbst gekochtem Essen hinkt für mich ein wenig: Wenn jemand sagt: „Ich habe dieses Bild gemalt“, dann behauptet er eine handwerkliche Leistung, die er nicht erbracht hat. Beim Schreiben geht es aber nicht nur um das Handwerk, sondern auch um Inhalte, Perspektiven und Erfahrungen. Und diese können sehr wohl „echt“ sein, selbst wenn man sich beim Formulieren helfen lässt.

    Ich verstehe total, was du, sandhoferlitter, meinst: Blogs waren und sind für viele ein sehr persönlicher Raum und der eigene Stil ist wertvoll. Gleichzeitig finde ich es problematisch, daraus eine moralische Grenze abzuleiten. Nicht jeder schreibt gleich gern, nicht jeder schreibt gleich gut und nicht jeder hat die gleichen Voraussetzungen.

    Am Ende ist für mich wichtiger, was jemand sagen will und ob der Text ehrlich gemeint ist, als mit welchen Werkzeugen er entstanden ist. Für mich schließen sich persönliches Bloggen und KI-Unterstützung nicht aus.

    Grüße,

    Lorenzo

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  • Christiane
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    • 23. Dezember 2025 um 05:04
    • #57

    Ja, ich denke die einen meinen den Prompt „Schreibe mir einen Blogartikel über XYZ“ und die anderen meinen „Bitte korrigiere Rechtschreibung und Grammatik in meinem Text: XYZ“.

    Letzteres finde ich vollkommen ok. Immerhin geht es beim Schreiben darum verstanden zu werden und da ist der Satzbau manchmal schon wichtig (ich sehe das aktuell bei meiner 5Jährigen xD)

  • sandhoferlitter
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    • 23. Dezember 2025 um 06:07
    • #58
    Zitat von Lorenzo

    Der Vergleich mit einem gemalten Bild oder selbst gekochtem Essen hinkt für mich ein wenig: Wenn jemand sagt: „Ich habe dieses Bild gemalt“, dann behauptet er eine handwerkliche Leistung, die er nicht erbracht hat. Beim Schreiben geht es aber nicht nur um das Handwerk, sondern auch um Inhalte, Perspektiven und Erfahrungen. Und diese können sehr wohl „echt“ sein, selbst wenn man sich beim Formulieren helfen lässt.

    Für mich gibt es hier keine Unterschiede. Um Deinen Satz abzuändern - für mich gilt beim Schreiben mit KI ebenso: Wenn jemand sagt: „Ich habe diesen Text geschrieben“, dann behauptet er eine handwerkliche Leistung, die er nicht erbracht hat. Umgekehrt gilt für mich auch: Auch KI-Bilder können "echt" sein im Sinne einer darin ausgedrückten eigenen Erfahrung.

    Von mir aus soll jeder wie er mag. Ich glaube aber daran, dass durch eine zu intensive Nutzung von KI das was meinen Blog von allen anderen unterscheidet, verloren geht.

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    Einmal editiert, zuletzt von sandhoferlitter (23. Dezember 2025 um 06:29)

  • Herr Tommi
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    • 23. Dezember 2025 um 10:28
    • #59
    Zitat von Lorenzo

    Am Ende ist für mich wichtiger, was jemand sagen will und ob der Text ehrlich gemeint ist, als mit welchen Werkzeugen er entstanden ist. Für mich schließen sich persönliches Bloggen und KI-Unterstützung nicht aus.

    Danke Lorenzo, Du hast das mit Deinem Beitrag sehr gut zusammengefasst.

  • Lorenzo
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    • 23. Dezember 2025 um 12:27
    • #60
    Zitat von sandhoferlitter

    Für mich gibt es hier keine Unterschiede. Um Deinen Satz abzuändern - für mich gilt beim Schreiben mit KI ebenso: Wenn jemand sagt: „Ich habe diesen Text geschrieben“, dann behauptet er eine handwerkliche Leistung, die er nicht erbracht hat. Umgekehrt gilt für mich auch: Auch KI-Bilder können "echt" sein im Sinne einer darin ausgedrückten eigenen Erfahrung.

    Von mir aus soll jeder wie er mag. Ich glaube aber daran, dass durch eine zu intensive Nutzung von KI das was meinen Blog von allen anderen unterscheidet, verloren geht.

    Da trennen sich unsere Grundannahmen. Für mich ist Schreiben kein Selbstzweck und auch kein handwerklicher Beweis, sondern ein Werkzeug. Entscheidend ist nicht, wer jeden einzelnen Satz formuliert hat, sondern wessen Gedanken darin stecken.

    Wenn ich sage: „Ich habe diesen Text geschrieben“, dann meine ich: Die Idee, die Haltung, die Auswahl, die Gewichtung und die Verantwortung liegen bei mir. Ob ich mir beim Formulieren helfen lasse, ändert daran für mich nichts. Genauso wenig, wie mir ein Rechtschreibprogramm oder ein Lektorat die Autorschaft nimmt.

    Ich verstehe die Sorge vor dem Glattbügeln sehr gut – die teile ich sogar. Aber das ist kein KI-Problem, sondern ein Bequemlichkeitsproblem. Austauschbarkeit entsteht dort, wo Menschen aufhören, Entscheidungen zu treffen. Das gab es auch schon lange vor KI.

    Dass Blogs durch zu viel KI-Nutzung ihr Eigenes verlieren können, glaube ich sofort. Dass sie es müssen, glaube ich jedoch nicht. Für mich entscheidet nicht das Werkzeug über Einzigartigkeit, sondern der Wille, eine eigene Stimme zu haben – und diese kann man auch mit KI bewusst einsetzen oder eben nicht.

    Letztendlich ist es vermutlich eine Frage der Priorität: Wer das Schreiben selbst liebt, wird KI ablehnen. Wer das Denken, Ordnen und Teilen liebt, wird sie nutzen. Beides ist legitim, aber nicht automatisch unehrlich.

    Grüße,

    Lorenzo

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