Hallo,
ich habe mal eine Frage an die bloggenden Autoren: Wie viele Schreibstile nutzt ihr? Bei mir war es bisher so, dass ich zwei unterschiedliche Schreibstile hatte. Einen für die Romane und einen für den Blog. Bisher war der Blog eher "Frontalunterricht". Während ich mich beim Schreiben um show don´t tell bemüht habe, also erlebbare Geschichten schreibe. Ich würde das gerne langsam auf den Blog übertragen. Blogbeiträge in Richtung eines Gespräches mit jedem einzelnen Leser aufbauen. Meint ihr das es sinnvoll? Welche Erfahrungen habt ihr damit gemacht? Nutzt ihr zwei Schreibstile oder nur einen? Ich weiß, es sind mehr als nur eine Frage. Aber mich würde die Meinung dazu echt interessieren.
Liebe Grüße
Daira
Unterschiedliche Schreibstile zwischen Blog und Roman
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Hallo Daira,
ich verstehe total was du meinst, mit den unterschiedlichen Schreibstilen. Aber was genau meinst du mit: "ein Gespräch mit jedem einzelnen Leser aufbauen"? Kann mir darunter gerade nichts vorstellen.
Bei mir selbst habe ich einfach bemerkt, dass mein Stil eher durch die Textform variiert. Denn während ich in einem Roman eher eine Geschichte erzähle, ist eine Buchrezension eher informativ, und auch ein Erlebnisbericht einer Reise hat ja in schreibhandwerklicher Hinsicht wieder andere Anforderungen. Ich denke man kann aber auch auf dem Blog "Show don't tell" ein bisschen umsetzen. Ich hoffe, das hilft dir schonmal als Anregung.
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Hallo Sonja
Ich möchte versuchen, den Eindruck einer direkten Kommunikation mit dem Leser zu erwecken, ihn direkt ansprechen. Zum Beispiel mit "Du", statt "Hallo liebe Leser". Einfach persönlicher werden. Es soll ein Weg sein, mehr Communityfeeling zu erzeugen.
Liebe Grüße
Daira -
Das finde ich eine gute Idee. Das wirkt persönlicher finde ich, da würde ich mich z.B. mehr angesprochen fühlen
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Als Leser und als Schreibende finde ich ein "Du" sehr sympathisch.
Ich hatte früher meine Leserschaft in der Mehrzahl angesprochen.. aber die Zeiten, in denen mehrere Personen zusammen und gleichzeitig an einem Endgerät sitzen, sind ja auch schon lange vorbei.
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Meine Texte als Autorin sind wissenschaftliche Texte, im blog ist es klassisches Storytelling. Die Schreibstile sind daher zwangsläufig sehr unterschiedlich ....
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amberlight Bei mir ist es etwas anders. Meine Texte als Autorin sind eine Mischung aus Cozy Crime & Lesbian Love, wobei meine Protagonistinnen eine besondere Form von BDSM und einer Beziehung mit Machtgefälle ausleben. Dadurch sind die Romane eine Mischung aus Spannung (Krimiteil) und liebevollen, teilweise expliziten Inhalten aus dem Leben eines lesbischen Paares.
Mein Blog hingegen beschäftigt sich eher mit dem verantwortungsvollen Umgang mit Machtgefällen in derartigen Beziehungen, oder dem Missbrauchen von Machtverhältnissen. Hinzu kommt, dann immer noch das Thema Frauenrechte im Alltag.
Liebe Grüße
Daira -
Ich konzentriere mich bei belletristischen Texten auch eher auf die typischen Eigenschaften, die einen fiktionalen Text ausmachen und passe den Schreibstil auch immer ein bisschen dem erzählenden Charakter an – ein alter Mann erzählt den Lesenden die Geschichte dann zum Beispiel ganz anders als ein Jugendlicher. Vielleicht schreibe ich dann aber im nächsten Text ganz abstrakt aus der Sicht einer alten Wanduhr, dann ist der Text und der Umgang mit den Lesenden wieder völlig anders. Dadurch entstehen für mich schon ganz verschiedene Schreibstile innerhalb des Storytellings.
Auf meinem Blog schreibe ich aber ganz authentisch, so wie es sich gerade richtig anfühlt, meist ein bisschen wie in einer persönlichen Nachricht für die Lesenden, weil ein Blogpost für mich eigentlich auch genau das ist. Die meisten Beiträge sind also an „euch“ formuliert, ganz selten mal auch an „dich“.
Kann deine Gedanken und Überlegungen also sehr gut nachvollziehen! Ich mag es persönlich total gerne, so unterschiedlich zu schreiben und mich auf ganz verschiedenen Metaebenen ausdrücken zu können.
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