Hallo Ihr Lieben,
mein Hauptblog "Digital Diary" wird am 3.3.2026 stolze 27 Jahre alt und ist somit das älteste, durchweg aktive deutschsprachige Blog. Es ist ein klassisches Mischthemenblog, in dem ich über alles schreibe, was mich bewegt: Weltgeschehen, Zeitgeist, Lebenskunst&Philosophisches, gesund leben und "Künstliche Intelligenz" sind einige der Kategorien. (Ich weiß, niemand nutzt Kategorie-Links, die sind eher für mich).
Es gibt eine Archivseite namens "alle Artikel seit 1999", jedoch hat mir dieses Aufklapp-Menü nicht gereicht. Also hab ich einen befreundeten lieben Freund beauftragt, mir eine "Zeitmaschine" zu bauen: mit einem Schieberegler in der Seitenleiste (als Widget), mit dem man auswählen kann, zu welchem Zeitpunkt man Einträge sehen will. Ist ein Gimmick, das außer mir wohl kaum jemand nutzt, aber mir gefällt es, ab und an zurück zu schauen, um zu sehen, was ich z.B. vor 5, 10 oder 20 Jahren gebloggt habe. Erkenntnis: früher hab ich bessere Texte geschrieben! Das Alter... ![]()
Weil ich immer schon gerne über Politik und Weltgeschehen blogge, ist es teilweise historisch interessant, um damalige Stimmungen zu erkunden, z.B. nach 9/11, Finanzkrise, Milleniumbug, Kosovo-Krieg...
Vom Webdesign zur Blogtechnik:
Es begann als "Homepage" und Alternative zu meinem "Cyberzine Missing Link" bei dem ich Streitigkeiten um Namen und Domain befürchten musste. Positioniert wurde damals mit "unsichtbaren Tabellen", dann kam die Frame-Technik: Inhaltsbereich, Seitenleisten, Headerleiste mit Navi - alles einzelne "Fenster", in denen die entsprechenden Teil-Dateien von einem "Frame-Set" aufgerufen und angezeigt wurden. SSI (ServerSideIcludes) lösten die Frames alsbald ab, man konnte nun "Schnipsel" (=z.B. Navi) in eine Seite ohne Frames einbauen, per CSS wurde anfänglich nur die Optik, später auch die Positionierung der Elemente geregelt. Für alle (und auch mich), die wir mit unsichtbaren Tabellen "alles machen" konnten, hieß das: Vergiss alles, was du gelernt hast und mach es jetzt ganz anders! ![]()
Der Umstieg: 2006 wurde mir das alles zuviel. Mittlerweile gab es Blogs, die ich als eine Art Wiederbelebung der "Homepage-Szene" erlebte, denn das Web war sehr kommerziell geworden und das Publizieren für Hobbyisten nicht mehr "einfach so" machbar. Das Theme hat mir ein befreundeter Entwickler exakt nach meinen Vorstellungen (es sollte aussehen wie vorher!) gecodet - ganz ohne Theme von der Stange / aus dem Shop, das man dann nur anpasst.
Nachhaltige Optik: Mir war und blieb wichtig, dass das "Digidiary" immer gleich aussieht - trotz all der grundstürzenden Änderungen unter der Haube, bzw. gerade deswegen. Es sollte bleiben wie es ist, einen Wiedererkennungswert haben und behalten - wie das Tatort-Intro, das sich auch nicht ändert. Deshalb zeigt das Logo-Bild immer noch meinen Schreibtisch und PC von 1999 und meine Augen, die ich als Ausschnitt vor die Headlines und Kommentare setze, altern nicht. ![]()
Wie weiter? Ich nutze zwar aktuelle WP-Versionen, allerdings mit dem Classic Editor und dem Classic Widget-Plugin auf PHP 7.4 - bei einem kleinen familiären Provider (Is-Fun), auch schon seit 1999. Immer mal wieder überlege ich, ob ich das Blog "modernisieren" sollte, nicht optisch, aber technisch. Schließlich hat sich Wordpress in Richtung Blockthemes und Gutenberg-Editor verändert. Sollte, müsste ich da mit? Vor zwei Jahren hab ich mal mit so einem Theme in einer Testumgebung rumgespielt, fand es aber nicht so toll. Lange Zeit war die Trennung von Form und Inhalt im Webdesign ein hoher Wert. Das ist jetzt zu Gunsten "FSD" (Full Site Editing) auf dem Müllhaufen der Geschichte gelandet. Gefällt mir nicht, obwohl ich die Vereinfachung für Neulinge durchaus sehe.
Deshalb hab' ich heute das "Problem" mit Googles Gemini besprochen (siehe PDF im Anhang) - und zum Glück hat sich herausgestellt, dass ich NICHT auf Blöcke umsteigen muss - eine Code-Aktualisierung (für PhP 8.x) wird reichen!
So, nun bin ich ja ganz schön ausgeufert...
Wünsche Euch einen schönen Tag!
LG Claudia